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Tierschutz – auch das noch!
(Teil 1)

Ein Glück, dass es Tierheime gibt!

Zugegeben, es wäre schön, wenn sie nicht nötig wären! Doch wo sonst würden wohl all die tierischen Waisen landen, wenn es keine Tierheime gäbe? Fund- und Abgabetiere kommen in der Regel in nahegelegene Tierheime, also vermutlich in eines der beiden Tierheime in Aschersleben oder Quedlinburg.
Ein Tierheim zu organisieren ist, so glaube ich, eine echte Herausforderung und alles andere als gewinnbringend. Futter und medizinische Versorgung haben schließlich ihren Preis. Ich denke, dass den Tierheimmitarbeitern gar nicht genug Wertschätzung für ihr zumeist ehrenamtliches Engagement entgegengebracht werden kann.
Nun frage ich mich, ob und wie wir Seeländer den beiden Tierheimen hilfreich zur Seite stehen können? Ja, ich denke schon! Wir können und sollten helfen! Als Erstes habe ich natürlich auch an Geldspenden gedacht. Sie sind wirklich ganz wichtig! Nehmen wir an eine erwachsene Katze frisst 250 g Nassfutter am Tag. Selbst bei günstigem Futter kommen da schnell 20 bis 30 € pro Monat zusammen – für eine einzige Katze! Kürzlich habe ich das Tierheim in Aschersleben besucht. Ich kam gerade zur Fütterung der „Draußen-Katzen“. Es waren bestimmt mehr als 20. Also 400 bis 600 € werden monatlich für Futter benötigt … nur für diese Gruppe (Im Innenbereich waren noch mehr!). Hinzu kommen noch Tierarztkosten, und sonstige Unterhaltkosten.
Wir können aber auch helfen,  ohne dabei „zu tief in die Tasche greifen zu müssen“:
Lobbyarbeit: Seeland sollte meiner Meinung deutliche Signale setzen, dass Tierschutz wichtig ist! Bei jeder erfolgreichen Tiervermittlung könnte der neue Halter beispielsweise eine Urkunde und evtl. sogar einen geeigneten Gutschein bekommen. Hundesteuern könnten bei Hundeadoptionen teilweise entfallen oder reduziert werden.
Zusammenarbeit zwischen Seeland und den beiden Tierheimen: Tierheime könnten neue Tierbesitzer, die ein Tier aus dem Tierheim adoptiert haben, der Gemeinde bekannt geben (Einverständnis der Halter vorausgesetzt). Tierheime und Gemeinde könnten sich auch gegenseitig zu Veranstaltungen einladen. Gebietsgrenzen sollten im Sinne der Tierschutzarbeit keine Rolle spielen.
Futterspendenaktion über die Supermärkte: Im NP in Gatersleben steht eine Futterspendenbox  für das Tierheim Quedlinburg.  Das ist eine tolle Idee und ausbaufähig!
Tieradoptionen: Liebe Seeländer, wenn Sie sich ein Tier anschaffen wollen, schauen Sie sich doch bitte zunächst in den umliegenden Tierheimen um! Es gibt nahezu kein Tier auf ihrer Wunschliste, das es dort nicht gibt - reinrassig oder nicht, jung oder alt, groß oder klein. Sie tun mit der Adoption eines Tierheimtieres ein richtig gutes Werk!
Freizeitgestaltung mit dem Hund: Der Verein Hundetreff-Winningen (n.e.V.) (www.hundetreff-winningen.de; www.facebook.com/hundetreff. winningen) lädt Hundehalter, die ihren Hund aus einem Tierheim adoptiert haben, für sechs Monate ein, kostenfrei und unverbindlich am Hundesport teilzunehmen. Die beiden Tierheime in Aschersleben und Quedlinburg sind über dieses Angebot informiert. Flyer mit allen notwendigen Informationen liegen für die zukünftigen Halter bereit.
Wenn wir anfangen über sinnvolle Tierschutzaktionen nachzudenken, kommen die Ideen wie von selbst, und sobald man die ersten Schritte tut, öffnen sich Türen von denen man vorher nicht einmal ahnte, dass sie da sind. Zugegeben, es sind alles nur kleine Schritte, aber „Kleine Schritte sind besser als große Worte“ (Egon Bahr).


Dr. Irene Kunze, OT Gatersleben